28. Internationales Bacchus-Turnier 2005

Das gute Wetter vom letzten Wochenende lockte sicherlich zahlreiche Besucher auf das Winzerfest in Wiesloch. Für viele begeisterte Badmintonspieler aus ganz Deutschland, aus Tschechien und Schweden war dies zwar auch sehr willkommen aber nicht der Hauptgrund, um nach Wiesloch zu fahren. Sie kämpften in der Stadionsporthalle und in der Helmut-Will-Halle um Punkte und Siege rund um den Federball: das internationale Bacchus-Badminton-Turnier der TSG Wiesloch stand zum 28. Mal an.

Zur Eröffnung in der Stadionsporthalle, die auch Hauptaustragungsstätte des Turniers war, richteten der Wieslocher Oberbürgermeister Franz Schaidhammer und Frau Hannelore Antoni als Vorsitzende der TSG Wiesloch ihre Grußworte an die Teilnehmer. Stefan Fürstenau hatte dies zunächst als Vorsitzender der Badmintonsparte der TSG getan. Er stellte besonders den internationalen Charakter des Turniers heraus, der auch jetzt wieder zum Tragen kam: In diesem Jahr waren neben den schon fast fest zum Bacchus-Turnier dazu gehörenden Gästen aus Brünn auch eine Delegation aus Ljungsbro in Schweden dabei. Erst vor wenigen Wochen waren die Wieslocher von einer Sportjugendbewegung im südschwedischen Ljungsbro zurückgekehrt. Dies war gewissermaßen also ein direkter Gegenbesuch.
Nach der Eröffnung konnten die Spiele in fünf Disziplinen (Herren und Dameneinzel sowie Doppel und und Mixed) und drei Spielstärken (A, B, und C-Klasse) beginnen.

Eine feste Größe für die Veranstaltung ist – wie schon seit Jahren - die Sparkasse Heidelberg als Hauptsponsor, ohne die es das Turnier in dieser Größe und Tradition wahrscheinlich nicht geben würde. Ein wichtiger Sponsor und sportlicher Partner war auch in diesem Jahr die Firma OLIVER, die den offiziellen Turnier-Spielball stellte. Weiterhin war Thomas Herrmann von SPORTS & FASHION mit einem Service Stand in der Halle vertreten.

Neben dem internationalen Charakter des Turniers gab es auch immer wieder ganz bestimmte Mannschaften aus Deutschland, die die Veranstaltung sehr geprägt haben. Dazu gehören sicherlich Grün-Weiß Mülheim und Viktoria Mülheim, die diesmal als ein vereinigtes Team den Mannschaftswettbewerb mit großer Überlegenheit gewonnen haben. In der B-Klasse konnten die Mülheimer vier Titel erringen: Melanie Schwarz im Dameneinzel, Uwe Draisbach im Herreneinzel und Daniel Küchler im Herrendoppel. Küchler konnte an Seite von bereits erwähnter Melanie Schwarz dann noch das Mixed für sich entscheiden.

Den zweiten Platz im Mannschaftswettbewerb erreichte die SG Düsseldorf-Unterrath, die unter anderem zwei Siege in der C-Klasse (im Mixed und Herrendoppel) verbuchen konnten: An beiden war Andreas Schönfeld beteiligt. Der dritte Platz ging an die tschechischen Federball-Freunde aus Brünn (Brno), die mit Radka Fojtlová und Kamila Pospíšlová die Siegerinnen im Damendoppel der B-Klasse stellen konnten.

In der spielstärksten Klasse (A) gab es folgende Sieger:

Disziplin Sieger Verein
Dameneinzel Steffi Tunger BC Krichheim
Herreneinzel Clemens Rocholl SV Spaichingen
Damendoppel Sabine Klemm / Britta Graf SpVgg Feuerbach
Herrendoppel  Clemens Rocholl / Phillip Rocholl SV Spaichingen
Mixed Steffi Tunger / Rolf Hartbrich BC Kirchheim

Auch für die Teilnehmer aus der Region gab es einige Erfolge zu vermelden: So siegte Heiko Ettelbrück aus Walldorf im Herreneinzel der C-Klasse. Hier belegte Robert Siebel vom Veranstalter aus Wiesloch einen hervorragenden dritten Platz. Ebenfalls den dritten Rang erreichten im Herrendoppel (C) Andreas Garburg und Henning Soltau vom TV Heidelberg.

Aus Wiesloch nahmen auch mehrere Spieler der ersten Mannschaft teil: Volker Endris, Moritz Fürstenau und Mischa Klein versuchten in der B-Klasse ihr Glück und konnten den einen oder anderen Achtungserfolg verbuchen. Besonders zu erwähnen ist hier sicherlich das gute Mixed von Fürstenau an Seite von Johanna Styf von Ljungsbro BMK aus Schweden. Dies ist sicher auch ein schönes Symbol für die sportliche Partnerschaft der beiden Vereine.

Matthias Fell – ebenfalls TSG Wiesloch - wurde in der C-Klasse im Viertelfinale von seinem Vereinskameraden Robert Siebel klar bezwungen. Immerhin konnte Fell für sich verbuchen, den späteren Finalisten Tomás Voveš aus Brünn in der Vorrunde in drei hart umkämpften Sätzen geschlagen zu haben. Eines der hoffnungsvollsten Talente der Wieslocher Badmintonabteilung ist mit der 16jährigen Alexandra Kilian am Start gewesen, die sich im Einzel der C-Klasse schon hervorragend behaupten konnte. Gleiches gilt auch für Maren Häuser von der TSG. Alexandra trat außerdem noch mit Robert Siebel im Mixed an.

Alles in allem war es wieder ein rundum gelungenes Turnier. Der Dank gilt in erster Linie allen freiwilligen Helfern, ohne die so eine Veranstaltung nicht durchzuführen ist.

Foto: Gäste aus Brünn/Tschechien und Ljungsbro/Schweden flankiert von OB Schaidhammer, SpK-Direktor Haberbosch, TSG-Ehrenvorsitzendem Karl Walter, TSG-Vorsitzender Hannelore Antoni und Stefan Fürstenau.

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