Vorstand jetzt als Dreigestirn verantwortlich

Jahreshauptversammlung der TSG Wiesloch – Elke Walter hört als Leiterin der Geschäftsstelle auf

Die Sorgen und Nöte der TSG Wiesloch sind seit Jahren dieselben. Es fehlen ein Platz und eine zusätzliche Halle, auch durch die Schließung des Lehrschwimmbeckens und dem später erfolgtem Abriss an der Schillerschule sind wichtige Trainingseinheiten weggefallen. „Wir haben aber inzwischen Ausweichlösungen in St. Leon und Walldorf gefunden“, berichtete TSG-Chef Manfred Walter bei der Jahreshauptversammlung des Vereins. Auch drück der Schuh in Sachen nachwuchs im Vorstandsbereich. Es sei, so Walter, schwierig, jüngere Personen zu finden, die sich ehrenamtlich und mit viel Zeitaufwand einbringen. Er bedankte sich vor allem bei allen 212 Übungsleitern und Trainern, beim Team der Geschäftsstelle und bei allen Mitgliedern für deren Arbeit im vergangenen Jahr. Wöchentlich wurden 346 Stunden in den verschiedenen Abteilungen trainiert und Kurse in diversen Altersgruppen und Disziplinen angeboten. Dies ergibt eine stolze Jahresleistung von 15.588 Stunden. 3143 Mitglieder zählt die TSG und ist damit Wieslochs größter Verein. Alleine 1219 Jugendliche sind aktiv. Walter ließ das Vorjahr nochmals Revue passieren und verwies auf die Vielzahl der Veranstaltungen in 2016. Er hob die Auszeichnung mit dem Sport Award für die TSG hervor, erinnerte an die 25. Auflage des Stadtlaufs, nannte die Sportlerehrung der Stadt, bei der fast 140 TSG Sportlerinnen und Sportler ausgezeichnet wurden, und erinnerte an die Höhepunkte wie beispielsweise den Erfolg des Judoka Eyüp Solylu, der die Vizeweltmeisterschaft gewann, und an die Leistungen im Bereich Jungendhandball. „Für die Zukunft sind wir gut aufgestellt“, schloss Walter seine Ausführungen.


Gewählt wurde bei der Jahreshauptversammlung ein neuer Vorstand. Dabei wurde erstmals ein Dreigestirn mit jeweils zugeordneten Aufgabenbereichen bestimmt. So ist Manfred Walter für die Verwaltung und Geschäftsstelle zuständig, Martin Rattinger kümmert sich um den sportlichen Bereich und Matthias Haberbosch hat die Finanzen im Blick. Zu Vertretern wurden Dietmar Schneider (Verwaltung) und Jens Walter (Sport) von den Mitgliedern gewählt, auf eine Stellvertretung im Finanzbereich wurde verzichtet. Jugendleiterin ist jetzt Eva Birkelbach, Beisitzer Stefan Fürstenau und Harald Sauter und Ehrenvorsitzender Karl Walter ist weiterhin beratend tätig. Für die Kassenprüfung sind Anna-Lena Haffner und Walter Rausch gewählt worden. Verabschiedet wurden Claudia Fritz, die 15 Jahre lang als Abteilungsleiterin für die Sparte Frauengymnastik bei der TSG arbeitet und zudem Kurse abhielt, sowie Jugendleiter Maximilian Meudt, Ute Oestringer (Beisitzerin und stellvertretende Vorsitzende) sowie Beisitzer Michael Schmidt. Der alte Vorstand, Haberbosch für den Finanzbereich und die Kassenprüfer wurden entlastet.


Nach 25 Jahren hat Geschäftsführerin Elke Walter nunmehr ihr Amt niedergelegt. Sie hat das Rentenalter erreicht. Karl Walter würdigte das Engagement der „guten Seele“ des Vereins, die zuvor bereits das Mutter und Kind-Turnen über mehrere Jahre hinweg leitete und auch für die Leichtathletik als Übungsleiterin aktiv war. „Du warst ein Glücksfall für die TSG“, betonte Walter. Er hob den großen Einsatz von Elke Walter hervor, lobte ihr Organisationstalent bei anstehenden Veranstaltungen und verwies auf ihren Fleiß und Einsatzbereitschaft. „Die Frontfrau verlässt die Bühne“, so Walter. „Schade, dass Du Dich altersbedingt aus der Leitung der Geschäftsstelle zurückziehst. Wir sind froh und dankbar, dass Du wenigstens ein paar Stunden in der Woche uns hilfreich unter die Arme greifst“. Denn eine Nachfolge ist nach Ausführungen von Manfred Walter noch nicht gefunden, erste Interessenten haben seinen Worten nach noch nicht dem Anforderungsprofil entsprochen. Vom Vizepräsidenten des Badischen Sportbundes und Präsidenten des Sportkreises Heidelberg, Gerhard Schäfer, erhielt Elke Walter eine Trophäe, die eigens für diejenigen Personen geschaffen wurde, die sich nachhaltig für einen Verein eingesetzt haben. „Die TSG Wiesloch ist in unserer Region ein Vorzeigemodell“, sagte Schäfer, sicherlich auch ein Verdienst der engagierten Frau in der Geschäftsstelle. Bürgermeister Ludwig Sauer charakterisierte Elke Walter als „Zuverlässig und mit Herzblut bei der Sache“. Sie habe immer Verständnis für die Stadt gezeigt und daher sei die Zusammenarbeit sehr gut gewesen. „Es ist wichtig für einen großen Verein, gut geführt zu werden und dies hat Elke getan“, fasste Sauer zusammen.