"Wir blicken erfolgreich in die Zukunft"

TSG-Mitgliederversammlung bestätigt Führungsmannschaft

Wiesloch. (HCE) "Ihr Vertrauensbeweis ist Ansporn für uns," betonte der alte und neue Vorsitzende Manfred Walter nach einstimmiger Wiederwahl des Führungsgremiums der Turn- und Sportgemeinschaft 1885 (TSG) im vereinseigenen Clubhaus. Neben statistischen Angaben über Wieslochs größtem Verein und einem Rückblick auf die neben dem normalen Sportbetrieb zahlreichen Veranstaltungen im Jubiläumsjahr 2010 ging Walter kurz Finanzsituation der Stadt Wiesloch ein, die auch Auswirkungen auf die Finanzsituation der TSG hat und meinte dass "die Gefahr einer Beitragserhöhung im Jahr 2012" besteht.

Nach den von Elke Walter und Gudrun Weber in der Geschäftsstelle zusammengestellten Zahlenwerk betrug die Mitgliederzahl zum Jahresende 2010 bereits 3.666, darunter 1.554 Kinder und Jugendliche "und somit ein ganz geringes Plus gegenüber dem Vorjahr", wie Walter betonte. 164 Übungsleiter hätten wöchentlich 440 Übungsstunden angeboten, also jährlich über 20.000. Regelmäßig wurde in der Presse über die Erfolge der TSG-Sportler und Sportlerinnen berichtet und das auch anlässlich der vereinseigenen Meisterschaftsfeiern sowie auch bei der Sportlerehrungen der Stadt im Palatin, wobei TSG-Mitglieder mit stets bis zur Hälfte der Geehrten vertreten seien. Unter den Höhepunkten des vergangenen Jahres nannte Walter eine Reihe von mit Bildern auf der Leinwand untermalten Aktivitäten der TSG, angefangen mit der Meisterschaftsfeier im Februar bei der 128 Sportlerinnen und Sportler geehrt wurden. Es folgten der Gauturntag im Palatin, die Ausstellungseröffnung "125 Jahre TSG Wiesloch" mit Vorstellung der Jubiläums-Tombola in der Sparkasse "mit über 150 Besuchern" sowie der 19. Wieslocher Stadtlauf. Bei der Sportlerehrung der Stadt sei die TSG nicht nur "wieder stark Vertreten" sondern stellte mit Dr. Klaus Guddas für 50. Mal Sportabzeichen den Sportler des Jahres sowie mit Michael Hecker und Daniel Booss von der Judo-Abteilung auch die Mannschaft des Jahres. Auf die Jahreshauptversammlung Ende April folgten der TSG-Auftritt im "gläsernen Studio des SWR 4" beim Mannheimer Maimarkt, der Jubiläumsempfang im Mai sowie der 28. Sportbundtag des badischen Sportbundes mit über 500 Sportfunktionären. Nach dem "Nordic-Walking-Tag" für Anfänger fand das Kinderspielfest unter dem Motto "Kinderspiele – damals und heute" wieder große Resonanz und viel Aufsehen erfuhr das Handball-Länderspiel der A-Jugend Nationalmannschaft gegen die Slowakei. Auf die zweite Sommershow der Rhythmischen Sportgymnastik folgte das bereits 33. Internationale Bacchus-Badminton-Turnier und zum 40. Mal "Wein und Markt". Für die zahlreichen Ehrenmitglieder gab es einen Jubiläumskaffee; bei "Sport & Varieté am 16. Oktober boten fünf Abteilungen Spitzenleistungen und internationale Varietékünstler zeigten ihr Können. Für 159 Mitglieder folgte ein Ehrungsabend im Palatin und "offiziell beendet wurde das Jubiläumsjahr mit dem Neujahrsempfang am 9. Januar", so Walter.

"Ehre wem Ehre gebührt" – heiß auch die Devise im Jubiläumsjahr für einige TSG-Aktive. Die Ehrenvorsitzende Hallelore Antoni wurde mit Wieslochs Bürgermedaille geehrt, Bundespräsident Köhler zeichnete Manfred Walter mit dem Bundesverdienstkreuz aus und die Goldene Ehrennadel des Badischen Sport-Bundes erhielten Hannelore Antoni, Manfred Walter sowie der Zweite Ehrenvorsitzende Karl Walter.

TSG – ein mittelständischen Unternehmen

Mit dem finanziellen Überschuss im Jubiläumsjahr konnte man die Verluste der beiden Vorjahre ausgleichen, so der Stellvertretenden Vorsitzenden und Kassenwarts Matthias Haberbosch. Allerdings rechne er für 2011 mit weniger Zuschüssen. Dazu bemerkte Walter, dass "wir in Bezug auf Umsatz, Mitgliederzahl, Arbeitsaufwand, Repräsentationspflichten usw. mit einem mittelständischen Unternehmen" zu vergleichen seien. Das zeige sich auch in der Geschäftsstelle, dem "Dreh- und Angelpunkt der TSG", die täglich besetzt sei. Und da "die finanzielle Situation von Wiesloch ernster ist, als wir bisher glaubten", wirke sich dies u.a. durch Kürzung der Jugendförderung, Situation oder Hallenbäder sowie fehlende Kostenübernahme auch drastisch für die TSG aus. "Uns fehlen 2011 rund 20.000 Euro", erklärte Walter. Kostensteigerung bei Energie und beim Übungsbetrieb erfordere Einsparungen, doch "beim Sportbetrieb können wir nichts mehr einsparen!" Für 2012 bestehe die "Gefahrt einer Beitragserhöhung!"

Keine Veränderungen beim Führungsteam

Nach Dank an alle Trainer, Übungsleiter, Helfer, Abteilungsleiter und Vorstandskollegen und vor allem an "unsere Mitglieder – denn sie sind das Leben der TSG", sowie positivem Bericht der Kassenprüfer Walter Rausch und Robert Löffler und der vom Ehrenmitglied Ludwig Keller beantragten Entlastung verliefen die von Karl Walter durchgeführten Vorstandswahlen ebenso zügig wie bei jedem Amt auch einstimmig. Auf zwei Jahre wiedergewählt wurden: Manfred Walter zum Vorsitzenden, Stefan Fürstenau zum Stellvertreter des Vorsitzenden, Jens Walter zum Stellvertretenden Vorsitzenden und Matthias Haberbosch zum Stellvertretenden Vorsitzenden und Schatzmeister. Die bisherige Beisitzerin Ute Oestringer wurde ins unbesetzte Amt einer Stellvertretenden Vorsitzenden gewählt, ihr Nachfolger als Beisitzer wurde Martin Rattinger, während die bisherigen Beisitzer Christine Bender und Harald Sauter ebenso wiedergewählt wurden wie Michael Schmidt, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit/Digitale Medien sowie die Kassenprüfer Robert Löffler und Walter Rausch. Um Abschluss dann Walters Schlussworte: "Wir blicken erfolgreich in die Zukunft!"