TSG-Triathlet Gerhard Winkler startete beim Ironman auf Hawaii

Gerhard Winkler - Ironman auf Hawaii

Der 1. Vorsitzende Manfred Walter gratuliert Gerhard Winkler für seinen Erfolg
bei den Iron- Man Weltmeisterschaften auf Hawaii

Einmal beim berühmten "Ironman" auf Hawaii dabei zu sein, ist für jeden ambitionierten Triathleten ein Lebenstraum. Für Gerhard Winkler ging dieser Traum in Erfüllung. Im Oktober konnte er mit den besten Ausdauerathleten der Welt die sportlichen Kräfte messen – und Winkler gelang dies mit Bravour. Nach zehn Stunden und 15 Minuten erreichte er als Siebtbester seiner Altersklasse (AK45) das Ziel.

"Alle Mühen, die akribische Vorbereitung das ganze Jahr über haben sich absolut gelohnt", betont der sympathische Triathlet. Und er erinnert sich gerne an diese einzigartige Atmosphäre, an das großartige Gemeinschaftsgefühl unter den Athleten und an die mörderische Hitze, wie Winkler schmunzelnd verriet. Wegen dieser Hitze, zum Teil herrschen auf Hawaii während des Wettkampfs über 40 Grad Celsius, aber auch aufgrund des tückischen Windes dort, gilt der "Ironman" als eines der schwierigsten Ausdauerrennen überhaupt. Selbstredend habe Gerhard Winkler innerhalb seines enormen Trainingsumfangs in diesem Sommer die besonders heißen Tage genutzt. "Aber so richtig auf die Hitze vorbereiten, kann man sich dennoch nicht", sagt er. 15 Stunden pro Woche ist er in der Vorbereitungszeit gelaufen, geschwommen, Rad gefahren. Da habe auch das gesamte familiäre Umfeld große Unterstützungsarbeit geleistet, ist der Geschäftsführer von Optik Billmaier dankbar.

Für die Leichathletik Abteilung der TSG ist er bereits seit einigen Jahren am Start. Über seine Frau Birgit gelangte er zum Laufen, Ende der Neunziger dann zum Triathlon und seine Stärke liege vor allem auf dem Rad. Auf der 180 Kilometer langen Radstrecke habe er auch auf Hawaii alleine 250 Plätze gut machen können. Spaß zu haben, dieses Rennen, die Reise nach Hawaii überhaupt zu genießen, habe er sich fest vorgenommen und auch durchgehalten. "Einigermaßen entspannt aus dem Wasser kommen", das war Winklers erklärtes Ziel in sportlicher Hinsicht für den ersten Teilabschnitt. Denn beinahe vier Kilometer im offenen Meer zu schwimmen, ohne Neoprenanzug, stellt für alle Teilnehmer alleine eine große Herausforderung dar. Auf dem Rad seien die äußeren Bedingungen dann nicht so schwierig gewesen, wie befürchtet und der anschließende Marathon habe es noch einmal in sich gehabt. Besonders vor dem berühmt berüchtigten "Energy Lab", dem zweiten Wendepunkt auf der Laufstrecke bei Kilometer 30, wenn die Kräfte zu Ende gehen, die Luft steht und jeder Athlet mit sich alleine ist, habe er großen Respekt gehabt. Da hieß es auch für den Triathleten von der TSG-Wiesloch "Augen zu und durch", mit der Gewissheit, sich bald als "eiserner Held" feiern lassen zu dürfen. Die nächsten Ziele hat Gerhard Winkler fest im Blick. Unter anderem gilt es, die Baden-Württembergischen Meisterehren zu verteidigen. Und mit Blick auf den "Ironman" kann Winkler inzwischen ganz entspannt sein. Diesen Traum hat er sich erfüllt, wenn sein verschmitztes Lächeln auch erahnen lässt, dass Hawaii den Ausdauerathleten aus Wiesloch nicht zum letzten Male empfangen hat.