„Das Bestehen eines Vereins ist von der Treue seiner Mitglieder abhängig“

Ehrungsabend der TSG mit Kabarett


Mit seinem „herzlich Willkommen zum Ehrungsabend der TSG“ begrüßte der Vorsitzende Manfred Walter im gut besuchten Clubhaus der Turn- und Sportgemeinschaft Wiesloch die „wichtigsten Säulen unserer TSG“, und das seien die langjährigen Mitglieder, von denen viele nicht mehr aktiv Sport treiben „aber dem Verein immer noch die Treue halten“, denn für sein bestehen sei jeder Verein „von der Treue seiner Mitglieder abhängig.“ Und um „Treue zum Verein“ ging es beim diesjährigen Ehrungs-Marathon der TSG.

Ein Ehrungsabend im Verein sei immer etwas Besonderes betonte der TSG-Vorsitzende und wenn an diesem Abend Mitglieder für 25, 40, 50 und sogar 60jährige Mitgliedschaft geehrt und Ehrennadeln für besondere Verdienste verliehen werden dann sei dies tatsächlich etwas ganz Besonderes. Für jeden Verein seien die Mitglieder die wichtigste Säule, denn „ohne Ihre Treue, Unterstützung und Engagement in den letzten Jahrzehnten in der TSG wäre die positive Entwicklung nicht möglich gewesen.“

Für Bürgermeisterin Ursula Hänsch waren diese Worte Anlass, das „spannungsfreie und erfreuliche Verhältnis zwischen der TSG und unserer Stadt“ hervorzuheben, obwohl man dem Verein in den letzten Jahren nicht so viel Unterstützung gewähren konnte. Und in Hinblick auf Treue zum Verein hob die Bürgermeisterin vor allem das langjährige Engagement all derer hervor, die „man braucht um den Sport am Leben zu erhalten“, und das seien neben den aktiven Sportlerinnen und Sportlern vor allem die Trainer und Übungsleiter, aber auch die Zeitnehmer und Kampfrichter sowie Betreuer und Funktionäre und nicht zu vergessen die Eltern. Und in Bezug auf „fehlenden Hallen weil die Stadt kein Geld hat“, betönte Hänsch, dass „wir auf bessere Zeiten hoffen“ und dann die städtischen Zuschüsse wieder erhöht werden können. Die Bürgermeisterin hob auch die „starke, von den Vereinen ausgehende Integrationswirkung“ hervor. Auf Inklusion bestehe ein Anspruch und deshalb „brauchen wir vermehrt Sportstätten und hoffen, dass wir in Zukunft unsere Ziele meistern können.“ Diesmal als Vertreterin des Badischen Schwimm-Verbandes überreichte Ute Kern-Manschott dem Vorsitzenden dessen Qualitätssiegel „Anerkannte Schwimmschule.“ Unter dem Motto „Wasser ist unser Element 2012/13“ sei die TSG der erste Verein, der dies im April 2012 geschaffene Siegel in Baden erhalte, das alle zwei Jahre erneuert werden kann. Für Manfred Walter eine Anerkennung „was man in unserem kleinen Bad in der Schillerschule geleistet wird.“

Angekündigt als Überraschungsgast, um die Ehrungsblöcke aufzulockern stellte Walter mit „einem Dielheimer aus Rauenberg“ den Kabarettisten Friedrich E. Becht vor, der gleich einen lockeren Bogen von den alten Ägyptern über Griechen und Römern, dem Mittelalter bis zu Kolumbus und schließlich Napoleon bis zur Gründung der Turn- und Sportgemeinschaft Wiesloch im Jahr 1885 als „neue Dimensionen im neuen kulturellen und sportlichen Geiste“ spannte.

Eine gute halbe Stunde amüsierte Becht seine Zuhörer mit Sketchen und Heinz-Erhard-Gedichten, aber auch mit seinen eigenen „haiteren Gedichten“, in denen stets ein Hai vorkommt, vorgetragen in unnachahmlicher Manier, so wie man ihn eben kennt, denn Becht war nicht zum ersten Mal zu gast bei der TSG. Es ging auch um sein neues Buch, dass mit Seite 275 anfängt, denn „ich fange dort an, wo andere aufhören.“ Zum Abschluss dann Bechts Lob für „das beste Publikum, das ich heute erwarten konnte.“ Schließlich dann Manfred Walters Schlussworte und sein Dank an die „heute 171 Helfer und Übungsleiter in 20 Abteilungen“ sowie die für Vorbereitung und Organisation des Ehrungsabend wichtigen Damen Elke Walter, Gudrun Weber und Birgitte Nierhoff.


Folgende Mitglieder wurden geehrt:

Silbernen Ehrennadel für 25-jährige Mitgliedschaft:
Thomas Alcantara – Stefan Bender – Stefanie Berger – Sandra Engelhardt – Michael Haupt – Petra Haupt – Silke Häfner – Thilo Hinner – Claudia Hofmann – Heilwig Jaenicke-Schweigler – Wolfgang Jörger – Martha Kahlenberg – Rene Keller – Barbara Klafs – Irmgard Kuhn – Silke Martin – Isa Müller – Maria Nowack – Margarete Pelikan – Paul Pelikan – Helga Riffel – Brigitte Rutz – Zdenka Ruzicka – Henning Rübel – Barbara Schöttler – Ulla Scholl-Kimling – Helga Schulz – Bärbel Schwaab – Gerhard Schwierin - Hildegard Spies – Walter Spies – Eva-Maria Stadler – Herbert Stark – Ursula Stroh – Vanessa Surek – Cornelia Weber-Jensen – Kai Weckesser – Petra Weiß – Edith Wimmer – Gustav Wimmer und Sven Ziefle.

Silbernen Ehrennadel für besondere Verdienste:
Melanie Agrillo – Annika Fürstenau – Irmgard Fischer – Dr. Günter Frisch und Claudia Weiss.

Goldenen Ehrennadel für 40-jährige Mitgliedschaft:
Christian Baust – Rudolf Bizer – Gertraude Danzer – Daniela Durst – Heinz Erck – Rita Erck – Arthur Eulert – Ingeborg Friedrich – Waltraud Haberstroh - Andreas Hecker – Helga Heiler – Klar-Heinz Klefenz – Beate Knegisch-Schüle – Ingrid Kühner – Michael Lamade – Ulrich Lang – Jens Lechner – Iris Lulay – Barbara Petruschka – Gerhard Remy – Johanna Rübel – Gerd-Uwe Sauer – Klaus Jürgen Schiele – Erwin Schüttler – Herbert Silber – Rüdiger Straub – Angela Trabold – Sieg-bert Trabold und Bärbel Übelacker.

Goldenen Ehrennadel für besondere Verdienste:
Rolf von Paumgartten.

Treueurkunde für 50-jährige Mitgliedschaft:
Dieter Berger – Rolf Berger – Marco Bernhard – Walter Breier – Harry Fleck – Walter Gerweck – Horst Hohwarth – Ute Kalberer – Eva Lechner – Lothar Merkhofer – Edna Müller – Ursula Sauer-Weiss – Roland Scheid und Anita Springer.

Treueurkunde für 60-jährige Mitgliedschaft:
Ute Adam – Heinrich Albrecht – Alfred Holfelder – Irm-ard Walter – Karl Walter – Eberhart Wilhelm und Helga Zimmermann.